Hausordnung für die Trauerhalle in Oberlungwitz

 

 

 

 

 

Die Stadt Oberlungwitz hat mit Wirkung vom 01.01.2007 die Bewirtschaftung der Feierhalle Oberlungwitz der Fa. Bestattungshaus Schüppel übertragen, nachfolgend Betreiber genannt. Mit dem 01.01.2010 tritt nachfolgende geänderte Hausordnung in Kraft:

  1. Die Trauerhalle dient vorrangig der Einlagerung von Verstorbenen aus Oberlungwitz bzw. von Verstorbenen die in Oberlungwitz beigesetzt werden sollen, sowie der in diesem Zusammenhang stattfindenden Trauerfeiern.
     
  2. Der Vertrag über die Nutzung der Trauerhalle und / oder der Inanspruchnahme der Kühlung kommt mit dem Ausfüllen und Übergabe der entsprechenden „Reservierungsvereinbarung“ an den Betreiber zustande ggf. auch durch die vorherige Einstellung von Verstorbenen. Die aktuelle Preisliste wird durch Aushang in der Trauerhalle und Auslegung im Pfarramt Oberlungwitz bekannt gegeben.

    Sofern durch den Nutzer gewünscht, kann er die Trauerhalle, nach vorheriger Terminabsprache, in Begleitung des Betreibers bzw. auch durch einen Repräsentanten der Friedhofsverwaltung besichtigen und sich über die entsprechenden Möglichkeiten der Nutzung informieren.
     
  3. Die Terminvergabe für die Durchführung der Beisetzungen und Trauerfeiern erfolgt über das Pfarramt bzw. die Friedhofsverwaltung in verbindlicher Abstimmung mit dem Betreiber.
    Der Abstand zwischen vom Beginn einer Trauerfeier bis zum Anfang der folgenden beträgt bei der Betreuung durch unterschiedliche Bestattungsunternehmen mindestens 90 Minuten. Bei gleichen Bestattungsunternehmen kann der Abstand auf 60 Minuten verringert werden.
     
  4. Die Betreuung der Verstorbenen und Trauergäste erfolgt in der Halle durch das vom Nutzer beauftragte Bestattungsunternehmen. Zur Trauerfeier mit Sarg wird dieser mit dem Verstorbenen von einem Repräsentanten der Friedhofsverwaltung vom Aufbahrungsraum in die Halle geschoben.

    Bei Trauerfeiern mit Urnenbeisetzung stellt das beauftragte Bestattungsunternehmen die Urne rechtzeitig in die Halle bzw. den Aufbahrungsraum auf den vorgesehenen Platz. Sie wird dann später zur Beisetzung von dort von einem Repräsentanten der Friedhofsverwaltung übernommen.
     
  5. Die Terminvergabe für Abschiednahmen außerhalb von Trauerfeiern erfolgt über den Betreiber. Die Betreuung und Durchführung erfolgt durch das vom Nutzer beauftragte Bestattungsunternehmen.
     
  6. Die Grunddekoration des Eingangsbereiches, der Redehalle und des Aufbewahrungsraum erfolgt über den Betreiber. Sofern die Angehörigen eine freie Dekoration der Feierhalle wünschen, wird die Grunddekoration vom Betreiber vollständig weggeräumt.

    Eine freie Dekoration hat der Würde und dem Charakter der Trauerhalle Rechnung zu tragen. Sie ist nach Abschluss der Trauerfeier vom Nutzer bzw. dem beauftragten Bestattungsunternehmen vollständig zu entfernen. Das Einschlagen von Nägeln oder Einbringen von Schrauben und sonstigen Befestigungsmitteln ist an den Wänden und Einrichtungsgegenständen der Halle grundsätzlich nicht gestattet.
     
  7. Die Schlüssel für die Trauerhalle können zum Zwecke der Einstellung Verstorbener bzw. zur Durchführung der Trauerfeiern, Urnenbeisetzungen, separater Abschiednahmen und ggf. auch zur Vorbereitung von Verstorbenen während der Geschäftszeiten nach telefonischer Vorankündigung und gegen Unterschrift im Büro des Betreibers geholt werden. Sie sind unmittelbar nach Verrichtung des jeweiligen Dienstes dort auch wieder abzugeben. Sollte eine Einstellung Verstorbener außerhalb der Geschäftszeiten notwendig sein, so steht die telefonische Dienstbereitschaft des Betreibers für weitere Absprachen zur Verfügung. Die Schlüssel für den Zugang zur Trauerhalle werden dann am vereinbarten Ort übergeben. Aus Sicherheitsgründen ist jedes Schloss generell doppelt zu schließen.
     
  8. Grundsätzlich sind die Halle und die Einrichtungsgegenstände pfleglich und sachgemäß zu behandeln. Für eventuelle Schäden die bei der Nutzung der Trauerhalle entstehen haftet der Nutzer gegenüber dem Betreiber.
     
  9. Grobe Verunreinigungen sind nach Abschluss der Trauerfeierlichkeiten vom Nutzer oder dem beauftragten Bestattungsunternehmen zu entfernen. Eventuelle Mehrkosten durch Versäumen werden dem Nutzer in Rechnung gestellt.
     
  10. Sofern es die Witterungsumstände erfordern stellt der Betreiber die Beheizung der Redehalle zur Trauerfeier bzw. Aufbahrung des Sarges in der Redehalle sicher. Wenn am gleichen Tag keine weiteren Trauerfeiern stattfinden sind die Heizkörper in der Redehalle vom Nutzer oder dem von ihm beauftragten Bestattungsunternehmen vollständig auszustellen. Die Bedienungsanleitung findet sich am Heizkörper. Eventuelle Mehrkosten durch Versäumen werden dem Nutzer in Rechnung gestellt.

    Dieser oder das beauftragte Bestattungsunternehmen werden bei Schlüsselübergabe vom Betreiber entsprechend informiert, ebenso, wenn Heizer als Frostschutz in Betrieb bleiben sollen.
     
  11. Das Einstellen von Verstorbenen in die Kühlung und dem Aufbewahrungsraum ist nur mit Sarg möglich. Generell hat die Einlagerung Verstorbener aus Oberlungwitz Vorrang vor denen bei denen nur die Trauerfeier in Oberlungwitz erfolgt. Sind beide Kühlplätze entsprechend der vorgenannten Vorrang-Regelung belegt, besteht kein Anspruch auf Kühlung weiterer Verstorbener, gegenüber dem Betreiber.

Hohenstein-Ernstthal, im Dezember 2009